Green City Life

E-Mobilität aus Überzeugung

Oliver Weiß von Wunjoo setzt auf E-Mobilität – nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.

Oliver Weiß will so viele Menschen wie möglich von der E-Mobilität begeistern. Seit Mai ist die von ihm gegründete Wunjoo GmbH Mitglied der Green City Familie. Archetyp Unternehmer ist eine passende Beschreibung für Oliver Weiß. Klar, dass er nach seinem Grafikdesignstudium nicht einfach bei einer Agentur anheuerte, sondern in Zürich selbst eine gründete.

Dabei sollte es nicht bleiben. Nach 18 Jahren in der Medien- und Werbebranche wechselte er kurzerhand das Metier und setzte auf ein neues „Pferd“: die E-Mobilität. „2012 hatten mich Schweizer Investoren gefragt, ob ich ein Lichtsystem für E-Bikes in den deutschen Markt bringen möchte. Deshalb habe ich mich intensiver mit E-Bikes beschäftigt und es selbst ausprobiert. Da hat mich das Thema völlig gepackt und ich kam zu dem Schluss: Das müssen die Menschen erfahren und erleben. Zusammen mit einem Geschäftspartner habe ich in Starnberg einen Laden aufgebaut. Es hat ab Tag eins funktioniert“, blickt Weiß zurück auf die Anfänge seiner Wunjoo GmbH.

Mobilitätsumbruch und deutscher Perfektionismus

Heute ist Wunjoo Teil von Green City. Die Green City Stores bieten das gesamte Spektrum der herstellerunabhängigen Elektromobilität. Vor Ort können Kunden E-Bikes, E-Roller und E-Autos ausprobieren, leihen, kaufen oder leasen. Neben den beiden Stores in München und Starnberg sind Eröffnungen im Zwischennutzungsprojekt „The Lovelace“ und im Container Collective im Werksviertel geplant.

Mit der Firmengründung hat der Schweizer den richtigen Zeitpunkt erwischt. E-Bikes und Pedelecs erleben seit Jahren einen Boom. Davon kann die deutsche Automobilindustrie nur träumen. „In Deutschland muss ein Produkt zu 99,9 Prozent fertig sein. Anders bei Tesla: Die sind mit ihrem Produkt ganz früh auf den Markt gegangen. Es ist auch heute noch nicht bei 100 Prozent, aber es steckt eine Vision dahinter. Das ist beim jetzigen Mobilitätsumbruch viel wichtiger als der deutsche Perfektionismus“, so Weiß.

Wir müssen 365.000 Autofahrer für Elektromobilität auf zwei Rädern begeistern.

Bedenken wegen zu geringer Speicherkapazitäten oder Reichweiten sind für ihn vorgeschobene Argumente. Durchschnittlich bleibt ein Auto 23 Stunden am Tag stehen und fährt 32 Kilometer. Trotzdem ist es nicht sein Ziel, jedem gleich ein E-Auto zu verkaufen: „In der Stadt ist das Auto nicht notwendig, da müssen wir an ganz anderen Lösungen arbeiten und die 365.000 Autofahrer, die täglich nach München pendeln, für Elektromobilität auf zwei Rädern begeistern.“ Kunden, die für den Arbeitsweg schon aufs E-Bike umgestiegen sind, wollen gar nicht mehr zurück zum Auto.

Aber egal ob auf zwei oder vier Rädern: Entscheidend für Weiß ist, dass die Mobilität CO2-frei ist. Deshalb hat er 75 Prozent seines Unternehmens an Green City Energy verkauft, die Stores werden unter dem Dach der Green City Familie weitergeführt: „Mit großen Energiekonzernen kam eine Zusammenarbeit nie infrage. Für mich steht nicht das Geld im Vordergrund, sondern die Vision. Die Denkweise von Green City, der Elan, etwas nachhaltig zu bewegen, sauberen Strom zu produzieren – das war für mich die Voraussetzung, diesen Schritt zu machen.“

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